Gar nicht so einfach, nach Jahren und Jahren, in denen der Druck inzwischen bis zuen Praktikanten durchgedrungen ist.
Das Problem:
Das menschliche Gehirn kann kaum gleichzeitig Angst haben und dabei kreativ-locker den nächsten Tiktok-Trend lostreten. Oder unbefangen über etwas nachdenken, das es noch gar nicht gibt – wenn gleichzeitig Sorge die Gefühlswelt beherrscht.
Kreativität und Innovation profitieren von einem mentalen Fokusraum, der emotional sicher ist. Und dessen zeitlicher Rahmen fließen darf. Die Agenturen aus den 2010er Jahren, die die Berliner Hinterhöfe und oft genug das Spreeufer bevölkert haben, lagen intuitiv richtig: Um neu zu erfinden, ungewohnt zu denken, kreativ aus einer bisher unbespielten Ecke zu kommen, braucht es erstmal eine gute Portion Unbeschwertheit.
Die Ambiguität zwischen Stundenbuchung, Deadline und Kreationsraum spüren Agenturen jedoch seit 2015 immer stärker. Wie also die kreative Blockade lösen, wenn eine Hiobsbotschaft die nächste jagt? Menschen können gut unterscheiden, ob ihnen Optimismus als Pflichtprogramm oder reiner Wein mit wohlüberlegtem way forward eingeschenkt wird.
Die Branchenkrise nicht zu benennen, macht unglaubwürdig.
Den Druck täglich durch alle Instanzen zu reichen, limitiert das eigene Angebot.
Der Druck ist da.
➡️ Es braucht zum einen Techniken, mit ihm umzugehen (z.B. Krisenresilienz-Trainings, Awareness-Übungen, oder Techniken wie die der radikalen Akzeptanz).
➡️ Zum anderen müssen die Teams sehen, dass die eigene Agentur strategisch an den Markterfordernissen ausgerichtet wird.
Tatsächlich sind es oft die Berater*innen und Account-Verantwortlichen, die sogar von zwei Seiten unter Druck sind: In ihrer Rolle der wirtschaftlich Verantwortliche für Kundenetats und in ihrer Rolle als Vertreter*innen der Kund*innen-Interessen nach innen. Sie wissen, welche Leistungen nachgefragt sind – und welche Versäumnisse schon lange kritisiert werden. Aus diesen Steinen lassen sich exzellente Transformationsstrategien bauen 🧗♀️
Welche Rahmenbedingungen braucht es für den kreativen Flow?
Bei mir ist der Trick: Intensiv an etwas arbeiten, eine Nacht drüber schlafen, etwas ganz anderes machen – aber Block und Stift in Reichweite, denn die Eingebung kommt garantiert!
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