Der Wettbewerb, in dem Agenturen in diesen Monaten stehen, ist beispiellos. Die Player im Markt werden absehbar in 12 Monaten ganz anders aussehen als heute.

Die Situation:
❗ Viele Agenturen, wenige Aufträge
❗ Akteure, die im Abwärtsstrudel Wasser treten und den Preiskampf anheizen
❗ Freelancer bzw. kleine Agenturen, die von niedrigen Fixkosten und Nähe zum Projektgeschäft profitieren

Dazu kommt:
➡️ Erfahrene Senior*innen entdecken ihr Netzwerk und stellen fest, dass sie als Freelancer auf dem Markt nachgefragt sind.
➡️ Junior*innen machen die Erfahrung, dass die Türen der Kommunikations- und Marketing-Welt dieser Tage von innen zugehalten werden. Sie machen sich, frei von jeder Schwere früherer Investments, daran, unternehmerisch neue Wege auszuprobieren.

Die echten Wettbewerber ab Mitte 2026 also sind wahrscheinlich:
➡️ Seniorige Freelancer, die das Expertenfeld abstecken und als Schnellboote für Strategie, Interim-Rollen und Wissens-Injektionen jeder Art agieren
➡️ Junge AI-Native-Agenturen
➡️ Wachsende interne Kommunikationsabteilungen, die den Markt von Retainerlogik auf Projektlogik drehen und der reinen „Werkbank-Agentur“ mithilfe von KI bisherige Aufträge abnehmen

Ob sich etablierte Agenturen in den aktuellen Preisstrudel hineinziehen lassen, hängt sicherlich von den jeweiligen finanziellen Polstern ab. Interessant wird, wie sie sich positionieren: Gegenüber Freelancern und AI-Native-Agenturen als neuem Wettbewerb genau wie gegenüber vergrößerten Kommunikationsabteilungen mit Projektbedarf. Ihr Vorteil ist eine etablierte Agenturmarke gegenüber einer (noch) unübersichtlichen Menge Einzelkämpfer*innen.
Sicher ist: Wer im Projektgeschäft bestehen will, muss Standards, Synergien und Ressourcenplanung im Griff haben.

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