Der Agenturmarkt ächzt. Die Ursache ist nicht KI.

Eine News-aktuell-Umfrage gießt in Zahlen, was viele fühlen: Werbe- und Kommunikationsbudgets werden seit 2023 immer zögerlicher vergeben, aufgrund von Sparmaßnahmen in Unternehmen und einem zunehmenden Trend, Leistungen vermehrt inhouse zu erbringen.

Gleichzeitig wird der Wettbewerb um die Budgets befeuert von den zahlreichen Playern, die mit der Agenturgründungswelle zwischen 2005 und 2015 auf den Markt gekommen sind. Die Geschäftsfelder Social und digitale Kommunikation sind inzwischen bestellt, schon seit 2020 wird entsprechend immer öfter diversifiziert und fusioniert.

Am Horizont droht weiteres Ungemach: Die deutsche Workforce schrumpft, demografisch bedingt. Der Kampf um Talente, der den Markt 2020/21 so eindrücklich geprägt hat, kommt im Moment der Gesamtmarkterholung mit neuer Stärke und langem Atem zurück – und wird die Aufwände in einem Stunden-für-Geld-Modell weiter treiben.

Alles verloren also?

Die Chance, das eigene Geschäft zu stabilisieren, entfaltet sich seit 2023. AI verändert gerade die Art, wie Wissensarbeit gemacht wird.

Die größte Herausforderung für Agenturen ist jetzt, der eigenen, fest eingelaufenen Gewohnheit zu widerstehen, sofort in Produkten und Kunden-Needs zu denken. Die ersten drei Schritte in der eigenen Transformation sind Potenzial- und Prozessanalyse, Design des neuen Agentursystems und Upskilling des Teams.

Hinter der Anstrengung von Geduld und Disziplin liegt das Paradies der Innovation: Was Beratende, Kreative und Produzierende in den kommenden Jahren erfinden werden, versteckt sich noch im herrlichen Nebel einer intensiven technologischen Evolution.

Related Posts

Privacy Preference Center