Die Zeit, in der der Kreativdirektor beim Kunden mit der einen Idee alle Anwesenden restlos überzeugt hat, geht zu Ende. Die Mechanik der Goldidee hat geklickt, als die Zielgruppe (*Einzahl) vor allem über drei Kanäle erreichbar war: Print, TV und Events.
Analoge und digitale Kanäle sind verschmolzen, interne Kommunikation ist externe Kommunikation und die transparente Gleichzeitigkeit aller Dinge beherrscht das Bild. Marken denken nicht mehr in isolierten Kampagnen und Flights, sondern nutzen ein Narrativ als Klammer. Dieses Narrativ sowie die Botschaften daraus prägen jede Kommunikation mit der Zielgruppe.
Die veränderte Kommunikationslandschaft verlangt von Kommunikator*innen nun auch Wissens- und Qualitätsmanagement. Das läuft gegen die typische Stärkenverteilung in Agenturteams, und ehrlicherweise auch gegen die Leistung, wofür Agenturen gern ursprünglich eingekauft wurden. Statt Kreativheld*in hier und geniale Headline da ist zunehmend Kollaboration und Kontinuität gefragt. Genau wie die Orchestrierung unterschiedlichster Talente auf harte Deadlines innerhalb eines Markenkosmos.
Der PR-Stunt ist tot, lang lebe der PR-Stunt!
Also, wenn er in eine Always-on-Logik passt.
Für langfristig glückliche Agentur-Kunden-Beziehungen muss systematisches kollaboratives Arbeiten und ausgefuchstes digitales Wissensmanagement Teil der Agentur-DNA werden.
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