Durch die Wissensarbeit geistern gerade zwei fragwürdige Glaubenssätze , die Handlung blockieren: Alles könne automatisiert werden. Aber nichts könne standardisiert werden.
Ersteres resultiert aus einem KI-Hype, der sich nicht zuletzt aus wirtschaftlichem Druck speist. Die Bedeutung von kreativem und innovierenden Talent wird dadurch minimalisiert: Wer jetzt nur in Effizienz statt in Innovation denkt, verpasst das Momentum.
Zweiter Glaubenssatz kann in Agenturen bewundert werden, die Chaos mit Kreativität verwechseln. Der Schlüssel liegt in der Balance: Teile des Jobs, wie Planung, Projektmanagement oder Controlling, müssen nicht jedes Projekt wieder neu erfunden werden. Kreative Strategie- und Kampagnenkerne schon. Auch Empathie und emotionale Intelligenz kennen keinen Standard.
Und für jeden der Bereiche braucht es sehr unterschiedliche Talente. Alle verdienen Wertschätzung!
Der Kraftakt, sich neu zu erfinden, durch den die Agenturen (und alle anderen Dienstleister) gerade gehen, blüht allen übrigen Teams dann mit kleiner Verspätung. Die Märkte drehen sich nun schneller und es gewinnen die Unternehmen, die verstehen, wo KI-Power eingebunden werden sollte. Und die passenden Weiterbildungsbedarf je Profil identifizieren.
Die Frage, welchen Mehrwert der Mensch im Team liefert, muss überall beantwortet werden.Die in Agenturen gerade entstehenden Erkenntnisse dazu können also für andere Branchen schonmal auf Wiedervorlage gelegt werden.
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