Sollen wir die Veränderung als Big Bang kommunizieren – oder unsere Führungskräfte vorher abholen? Die Antwort lautet: Beides. Und mehr!
Die entscheidenden Fragen sind: Wer seid ihr und was ist eure Timeline?
Veränderungskommunikation pendelt sich ein zwischen Unternehmen, die Interne und Externe erst informieren, wenn die Botschaften in PowerPoint glänzen und Unternehmen, die den Prozess der Veränderung transparent leben: Vorversionen der Vision werden im Team verprobt, Sorgen integriert und das dann bereits bekannte Ergebnis direkt gelebt.
Welche Variante ist jetzt besser? Menschen gestalten Kommunikation intuitiv entlang persönlicher Wert-Kombinationen wie Tatkraft + Geschwindigkeit oder Verbindung + Zuversicht. Beide Varianten haben Stärken und Schwächen. Und es gibt viele Graustufen dazwischen! Entscheidend für das Ergebnis sind aber die Fragen:
Wie viel Zeit bleibt und welche “Kanäle” kennt die Organisation schon?
Wer bisher keine kollaborative Transformationsroutine hat und gleichzeitig unter Zeitdruck steht, fährt besser mit Variante 1. Diese macht weniger Aufwand und ist schneller – wenn auch um den Preis einer niedrigeren Qualität wegen fehlender Perspektiven.
Ist Veränderung imminent, wird eine getroffene Entscheidung besser jetzt klar transparent kommuniziert – und später ergänzt.
Wer (noch) Zeit hat und sich auf kollaborative Prozesse einlässt, wird zunächst mit internen Aufwänden und Wachstumsschmerzen „belohnt“. Entdeckt dann aber: Führung und kollaborative Transformation IST eine Maßnahme der internen Kommunikation.
Und: ein Innovationstreiber.
Kommunikation wächst dann engstmöglich mit Organisationsentwicklung zusammen – und wird selbst zum Transformationsmotor.
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