In den meisten Teams, mit denen ich gerade in Kontakt bin, wird KI individuell genutzt. Heißt: Alle probieren vor sich hin, Gelerntes wird im Team nicht bewusst geteilt und wichtige KI-Leuchtturmprojekte bleiben nur genau das. Wie verändern wir das?

Es sind die Führungskräfte aller Ebenen, denen hier eine besondere Rolle zukommt. Sie sind Teil von zwei Teams – vertikal und horizontal. Sie können in der eigenen Disziplin genau wie disziplinübergreifend Synergien heben.

Egal ob Management, zweite Führungsebene oder Projektlead, die folgenden 5 Fragen helfen, um den eigenen Status quo einzuschätzen:

🪴 Wie wird Wissen unabhängig von KI-Learnings bisher geteilt? Also: Lernen alle bereits regelmäßig voneinander, unabhängig vom Anlass?
🪴Kommuniziert das Team mutig und transparent in offenen Projekt-Chats oder findet viel 1:1-Austausch statt?
🪴Welcher Stärkentyp bist du als Führungskraft – hast du eher systemische, assoziative Talente oder bist du ein*e zupackende Macher*in bzw. ein Mensch mit emphatischen Blick für das Individuum?
🪴Werden im Fachbereich Prompts oder Assistenten bewusst gemeinsam genutzt?
🪴Wie werden KI-Learnings dokumentiert?

Wer viele Fragen mit “teilweise” oder “eher nein” beantwortet und sich selbst mehr als Macher*in oder Individual-Coach kennt, steht vor einer Herausforderung.

Um KI-Power in Prozessen zu verankern, brauchen die Teams jetzt systemisch denkende, planenerisch starke genau wie innovierende Kräfte auf Führungsebene.

Aber Achtung! Bei aller Ehrlichkeit in dem, was wir in den kommenden Monaten brauchen:

Ich wünsche mir, dass wir inzwischen in einer Welt arbeiten, in der fehlende Talente nicht für Schuldzuweisung oder Abwertung genutzt wird. Es gibt gute Gründe dafür, warum eine Person in ihrer aktuellen Rolle ist – niemand kann alles können.

Um Unterstützung von außen oder innen fragen die, die wissen, dass sie dafür nicht verurteilt werden. Und die den Raum hatten, sich ihrer eigenen Talente überhaupt bewusst zu werden.

Dann gewinnen: Alle.

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