Ausgerechnet Sam Altman, CEO von OpenAI ist, was ich einen Schreibdenker nenne.

Er ist überzeugt, bestimmte Ideen niemals im Gespräch mit anderen Personen haben zu können, sondern nur im Schreibprozess.
Er ist inzwischen ein so routinierter Schreiber, dass er sich in diesen Zustand des Schreibens jederzeit und überall hin zurück ziehen kann.

Ich finde das spannend, weil ich mir vor KI nie bewusst machen musste, wann und wo meine neuen Gedanken entstehen. Bis ich meinen ersten AI-Schreibassisten als CustomGPT erstellt habe und feststellen musste, dass mich das Ergebnis nie überzeugt. Etwas Entscheidendes wird übersprungen, wenn ich nur spreche und die Büchse direkt schreibt. Es fehlt der Teil, in dem ich unsortierten Input redigiere, umschreibe, sprachlich neu verknüpfe. Während dieser Handlungen materialisieren sich bisher unformulierte Gedanken aus meinem Unterbewusstsein in die Tastatur, und sie sind es, die zu zentralen Säulen für neue Konzepte, Strategien oder eben Artikeln und Posts werden.

Schreiben also immer ohne AI-Support? Klares Jain.

Wenn ich die Möglichkeit habe, wähle ich immer den händischen Prozess, weil ich jetzt weiß, dass ich dann Gedanken formuliere, die mich vielfach weiterbringen.
Wenn mich die Inspiration aber auf dem Hundespaziergang oder der Autobahn packt, spreche ich mit meinem Schreibdenker-Assistent, der über Fragen meinen Schreibprozess simuliert und anschließend dokumentiert, was aus meinem Kopf purzelt.

Du willst dir auch einen Schreibdenker-Assistent bauen

Kreiere über deinen Prompt vorneweg zur Schreibphase eine Sparring-Phase. Integriere darin eine journalistische Tiefenbohrung mit Fragen zu Hintergründen und Widersprüchen. Trainiere deinen Assistenten darauf, solange nachzufragen, bis die Aussage Substanz und Beispiele hat, sowie darauf nach Einschätzungen von dir zu fragen, bis du eine neue Perspektive auf einen bestehenden Diskurs lieferst.

Wichtig: Der Bau des Assistenten ist ein Prozess, der mehrere Iterationsrunden hat, bis das Ergebnis richtig gut ist. Finde heraus, was du brauchst, damit deine kreative Energie in den Prozess fließt!

Wer sich für diesen Bauprozess aus Kommunikator*innensicht inspirieren lassen will: Ich plane für die kommenden Monate Mini-Enablement-Formate, bei denen ihr mir über die Schulter gucken könnt. Updates folgen!

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