Transformation ohne ein hartes Buy-in der „letzten“ Instanz ist nicht möglich. Pures Einverständnis mit dem Projekt reicht nicht aus.

Was ist eine "letzte" Instanz?

Veränderungen finden nie nur innerhalb eines Teams oder abgegrenzt innerhalb einer Abteilung statt. Der Veränderungsbereich ist über mehr oder weniger geöffnete Schnittstellen an eine ganze Reihe von internen und externen Partner:innen angebunden. Die „letzte“ Instanz ist die Person, zu der im Zweifelsfall Unmut über Veränderung aus dem Team oder von Partner:innen eskaliert wird. Diese Person vertritt in die Organisation, ob das Ziel den Unmut wert ist.

Diese “letzte” Instanz muss also hinter dem Transformationsprozess stehen, obwohl die tägliche Arbeit möglicherweise nicht viel Überschneidung mit dem Transformationsprozess selbst hat. In den meisten Fällen bedeutet das vor allem eins: Die Gefahr ist groß, im Projektverlauf kalt erwischt zu werden: Zwischen vielen anderen Prioritäten und Enge im Terminkalender schlägt plötzlich auch noch Unmut auf, der sofort moderiert werden muss.

Eine der größten Gefahren für den Veränderungsprozess ist entsprechend eine unzureichend informierte oder auf absehbar kritische Situationen unvorbereitete “letzte” Instanz.

Wer überzeugend eine Veränderung vertreten will, muss selbst daran glauben können. Die Basis dafür kann nur gelegt werden, wenn diese Person wenigstens von der Seitenlinie die erwartbaren Auf- und Abs über Zeit mitverfolgen kann und zu Für und Wider getroffener Entscheidungen eingelooped wurde.

Für mich ist es eines der spannendsten Elemente in jedem Transformationsprozess, das richtige Kommunikationsformat bzw. die richtige Frequenz und Tiefe für genau diese “letzte” Instanz im speziellen Projekt zu entwickeln. Gut designed ist es der Motor der Veränderung – liegt es jedoch knapp neben Bedarf oder trifft nicht den bevorzugten Informationskanal, ist es für alle Beteiligten pure Zeitverschwendung.

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